Rumänien – ein Abenteuer
Vom 1.8.2020 an werden wir für einige Monate in diesem Land leben. Wir berichten in Abständen, was wir dort erleben und freuen uns über Interesse an der Seite.

Das große Packen….
Alle halfen mit:
















5 Fahrräder haben wir in der Mitte unseres Anhängers untergebracht. Teilweise übereinander. Vor allem hatten wir aber Kisten. In 3 Fahrzeugen stapelten sich unzählige Kisten.
Fahren in Rumänien – Ein Erlebnis
Ein Zusammenschnitt von Fahrteneindrücken, mit schönen Bergen und vielfältigen Dörfern. Die Musik hat Birgit auf der Reise zufällig im Radio gehört Sie passt thematisch sehr gut.
Bilder von unterwegs aus Ungarn
Folgende Bilder sind bei unserer entzückenden Unterkunft bei Budapest entstanden:





Villa Oltului 8:
Nachdem wir das Haus bezogen haben und ein wenig Ordnung in das Chaos gebracht haben, können wir euch heute nach 10 Tagen stolz einen ersten Hausrundgang präsentieren, damit ihr einen Eindruck bekommt:
Hier gibt es die Datei nochmal in einer etwas besseren Qualität zum herunterladen. Leider wird h.265 von der Webseite nicht dargestellt.
Weitere Bilder vom Haus:






Unsere Ausflüge im August
Aber auch die Erkundigungen in der näheren Umgebung kamen nicht zuu kurz. Hier haben wir in den ersten Tagen mit Heinz-Werner und Ingrid einen schönen Spaziergang am Fluss entlang gemacht. Leider haben wir davon nur ein Bild.:

Das Mineralienmuseum in Baia Mare
Es zeigt eine große Sammlung und ist eines der besten im Land. Zur Zeit gab es auch eine Ausstellung über die lokalen rumänischen Vorzeit-Dinosaurier.


Auf der Poiana
Auf dem Weg nördlich von Baia Mare kann man durch die „Valea Neagra“ (ein enges Tal) auf eine Poiana (schöne Bergkuppe mit Aussicht zum Picknicken), ähnlich wie auf der Schullerau bei Kronstadt, fahren. Dort war es sehr schön. Wir trafen sogar einen Schäfer mit Esel und Schafen. Der Esel hat uns nachhaltig beeindruckt. danach waren wir in Baia Mare im Cafe, wobei es aber jämmerlich angefangen hat zu regnen:





Angeln gehen am See in Mogoşa
Dies ist ein Badesee bei Baia Mare. Uns war er dort noch zu kalt, aber es gibt auch wärmere Tage und schönere Stellen. Er liegt aber malerisch im Tal.


Sighetu Marmaţiei
Die frühere Hauptstadt der Maramureş ist heute eine Provinzstadt an der ukrainischen Grenze. Sie ist aber eine Reise wert, hat ein Museum des Widerstandes gegen den Kommunismus und ein schönes Freilichtmuseum mit alten Holzhäusern in der Art wie sie früher in der Maramureş gebaut wurden.




Ausflug in die Bukovina
Für drei Tage haben wir uns in die Bukovina, im Nordosten Rumäniens aufgemacht, um uns die schöne bergige Gegend und eines der berühmten Bukovina-Klöster anzusehen. Eines haben wir auch gesehen: Voroneţ. Bei der Gelegenheit schauten wir uns das einmalige Museum für bemalte Ostereier in Vama an. Die Überfahrt über den Pass war schon ein Erlebnis an sich, und unterwegs gab es noch andere schöne Kirchen. Wir schliefen in einer etwas schrottigen Herberge in Ciocaneşti. Aber das Essen war (meistens) gut, und die nette Wirtin sprach ein wenig deutsch.






















Eindrücke von der Mocaniţa (Wassertalbahn).
Das ist eine Dampflokomotive, die ursprünglich Holz aus den engen Tälern in die Städte gebracht hat, und die heute Touristen in die einsamen Täler bringt. Ein echtes Erlebnis. Hier ein paar Eindrücke von der Fahrt.
Am Schwarzen Meer
Wir fuhren vom 5.9. bis 8.9.auf eine Fortbildung nach Constanza ans Schwarze Meer. Und so sahen wir dort aus:




Das ist relativ deutlich, oder?
Wir konnten bei herrlichem Wetter am Strand spazieren. Es gab zwar für mich auch durchaus einige Fortbildungsseminare, aber die anderen drei konnten den ganzen Tag am Strand faulenzen, oder im Hotel faulenzen, oder am Cafe in der Stadt oder am Kai faulenzen… Alles in allem eine durchaus gelungene Fortbildung finde ich. Wer wird denn da traurig gucken? …

… keiner, es sei denn, er kriegt die riesen Fisch- und Fleischplatten, die wir weitgehend auf Institutskosten in uns hineinschlangen (es war alles bereits vorbestellt und bezahlt) , nicht mehr aufgegessen.
Man vermutet allerdings, dass man bei der ganzen Faulenzerei nach einiger Zeit ein wenig blöde aussieht, aber das sind sicher nur Gerüchte.

Das sind einige der repräsentativen Häuser in Constanza:

Das anscheinend ziemlich berühmte Casino am Hafen in Constanza kann man zur Zeit nicht richtig sehen, es wird grundsaniert und ist eingehüllt. Deshalb habe ich auch keine Fotos davon.

wunderschön dagegen diese Sonnenschirm-Installation am zentralen Platz. An keiner Ecke im Land darf mindestens ein nicht fertig gebautes Haus fehlen; wie eben auch hier ganz repräsentativ mitten im Zentrum der Stadt, man sieht es im Hintergrund.
Ich glaube, die Einstellung unserer Kinder zu Rumänien ändert sich langsam sichtbar:

Also, uns gehts es rundum gut momentan!

Ausflug in die Berge bei Bistra (9.Sept.)
Am Samstag haben wir einen schönen Tagesausflug mit Wanderung in die Berge unternommen. Wir fuhren am Vormuttag los Richtung Nord-Ost, und kamen am Mittag im Ort an. Die Route hatten wir aus einem Wanderführer. Die Gegend ist sehr schön. Wir wanderten ca 2,5 km auf einer Schotterstraße, und wieder zurück.
Inkl. langer Pause dauerte das etwa 4 Stunden (mit den Kindern!). Hier ein paar Eindrücke:

















Schnitzeljagd in Rona de Sus
Auf dieser Tour nach Bistra mussten wir auf der Hinfahrt im Dorf Rona de Sus plötzlich anhalten: Ein junges Schwein war entlaufen, und wurde von seinem Besitzer über die Landstraße gejagt. Für das Schwein schien es eine lustige Abwechslung zu sein, denn es spielte richtig Fangen mit seinem Besitzer und jagte hin und her. Eine richtige Sauerei! Der Besitzer fand das wohl nicht so lustig wie alle Umstehenden, die alle breit grinsten. Da sind wir gern noch einen Moment stehengeblieben, um uns das köstliche Schauspiel anzugucken. Leider haben wir keine Zeit gehabt ein Bild zu machen.
Klavierstimmer
Es ist mir in mühsamer Arbeit gelungen, das alte „Möbel“ von unserem Vermieter Dan’s Ur-Großmutter wieder zum klingen zu bringen


So klang es vorher (Besuch der Wohnung im Juli):
… und so nachher:
Da ist der Jörg aber stolz auf das Ergebnis!!
Temeswar
Ich hatte eine weitere wunderschöne Fortbildung im alt-ehrwürdigen Temeswar (rum. Timișoara). Eine große, aber schöne Stadt, ganz im westlichen Zipfel Rumäniens gelegen, nur 200 km von Belgrad entfernt. Vor meiner Abreise habe ich noch ein paar Eindrücke mit dem Handy festgehalten, die ich hier mit euch teilen kann (die Musik ist aus LaLaLand):
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Ein Wort zur
Organisation
in diesem Land:
Kein Wunder, dass alle hier bei Whatsapp in unzähligen Gruppen organisiert sind und die Nachrichten quasi Tag und Nacht auf uns einprasseln (was uns nicht besonders gefällt). Wer das hier erlebt hat, wie die Kommunikation zum Beispiel im Schulwesen funktioniert, den wundert das eigentlich nicht mehr. Vielfach ist es schlicht überlebensnotwendig, wenigstens im letzten Moment die wichtigsten Informationen zu erhalten. Ein paar Beispiele:
- Der geplante Schulbeginn sollte am Montag den 14. September sein. Vorher hatten Lehrer bereits 2 Wochen lang Anwesenheitspflicht, und es waren auch immer wieder viele da. Ich entschuldigte mich bei Deutsch Kollegin, dass ich in der Schule so wenig gewesen sei, da ich ja an drei Schulen eingesetzt bin, und nicht überall gleichzeitig sein kann. „Nein nein, kein Problem, ich war auch erst 2 mal da, es gibt nichts Neues“. Aha. Am Donnerstag vor Schulbeginn wurde ich dann doch ein kleinwenig nervös, da ich noch nicht genau wusste, in welchen Klassen ich sein würde, noch keine Klassenlisten gesehen hatte (also nicht wusste, wie viele Kopien ich am Montag machen muss) und noch kein Stundenplan in Sicht war. Der kam aber rechtzeitig vor Montag irgendwann per email von meinen Kollegen.
- In der Babes-Schule war ich trotzdem häufiger, so auch am Freitag vor Schulbeginn am Vormittag. Meine liebe Deutschkollegin Andrea begrüßte mich herzlich wie immer, aber etwas gestresst: „Du, ich habe heute morgen auf Whatsapp gehört, wir haben gleich Konferenz!“ Ach so?
- Wenn eine Kommunalwahl an einem Montag ist, meint man das wäre lang genug bekannt, um die Durchführung (Wahlräume meist in den Räumlichkeiten der Schulen) geordnet zu organisieren. Der Schein trügt aber hier. Zunächst gibt es bis zum vorherigen Donnerstag gar keine genauen Informationen, höchstens ein paar Gerüchte. Dann, Donnerstag nach Schulschluss, erfährt man durch eine Whatsapp Nachricht eines Kollegen, dass am Freitag, Montag und Dienstag frei ist, da die Räume (wegen Corona) besonders vor- und nachbereitet werden müssten. Von der Schulleitung oder dem Ministerium gibt es gar keine Nachricht darüber. Es fällt also eine halbe Woche Unterricht aus, und man hat die SuS seitdem gar nicht mehr gesprochen. Daher müssen die Kollegen mit ihren SchülerInnen per Whatsapp Regelungen über Hausaufgaben und andere geplante Aktivitäten treffen.
- Der „Tag der Pädagogik“ ist – ähnlich sinnvoll wie bei uns der Tag der Arbeit, der ja auch frei ist – ein Tag, an dem wenig Pädagogisches stattfindet. Offenbar wird er wohl jedes Jahr unterschiedlich begangen, was in Ordnung geht. Man sollte aber meinen, das wäre bereits lange vorher bekannt und organisiert – weit gefehlt. Dieser Tag war also wieder ein Montag, kurz nach der Wahl. Wiederum keine Nachricht aus der Schulleitung an Lehrkräfte oder Schüler. Am Freitag Nachmittag vorher bekommt man in der Elterngruppe wieder eine Frage, ob denn dieser Tag jetzt frei sei? Die Antwort der Klassenlehrerin, „Ja richtig, der Tag ist frei!“ Also wieder allgemeines Gesumme auf den Whatsapp Kanälen: der kommende Montag ist wieder frei! Ok, gut dass die Mama nicht arbeiten muss, das wäre wieder schwer geworden…
- Diesen Montag hat es wegen der gestiegenen Coronazahlen plötzlich zu einer Teilung großer Klassen in eine Online- und eine Präsenzgruppe gegeben, die dann gleichzeitig Unterricht haben, indem die Lehrkraft Videokonferenzen organisiert, und auf dem Computer (der in jedem Klassenzimmer steht) zu unterrichten, also gleichzeitig online und offline. Es wäre aber schön gewesen, wenn man als Lehrkraft und als Eltern vorher in Kenntnis gesetzt würde. Ihr ahnt schon, wieder Nachfragen auf den Whatsapp Kanälen, am Vorabend nach 22.00 Uhr, Gesumme, und die Nachricht, dass ja die Kinder schon in die Gruppen eingeteilt wären. Das wusste der Kolja aber gar nicht. Das war wohl im Sportunterricht auf Rumänisch gewesen, und der Kolja hatte keine Ahnung, dass er gerade in eine Offline-Gruppe für Montag eingeteilt wurde. Auch ich sollte eigentlich Montag dort unterrichten, man hatte mich aber nicht informiert…
Ja, so bleibt man jung und flexibel…
Probe für den Ernstfall
Um für schwere Krisen wie Erdbeben gewappnet zu sein, muss man als Lehrkraft natürlich für den Ernstfall vorbereitet und geschult werden. Das nimmt man hier sehr ernst, und gibt uns ein Heft, in dem die Vorsorge-Ausbildung dokumentiert wird, vorsorglich auch ohne dass eine solche Fortbildung wirklich stattgefunden hätte. Und so sieht das Heft aus, das jedes Jahr auszufüllen ist:

Das sieht sehr ernst aus!
Aber sehen wir doch mal genau hin, in welchen Themenfeldern wir denn eigentlich fortgebildet worden sind. Da wird einem schlagartig alles klar:

Auf dem Stefansturm
Als meine Cousine Dagmar zu Besuch war, haben wir die Gelegenheit ergriffen, einmal auf den hiesigen Stefansturm zu steigen, der inmitten der Altstadt von Baia Mare steht. Von dort hatten wir einen schönen Rundblick auf die Stadt, den wir euch nicht vorenthalten wollen









Auf dem „Fröhlichen Friedhof“ in Săpânța
(https://de.wikipedia.org/wiki/Fröhlicher_Friedhof)
Hier waren wir bei der Gelegenheit, dass meine Cousine auf Besuch war und und uns ein wenig dolmetschen konnte, sonst wären wir wahrscheinlich nicht hingefahren, da diese Sehenswürdigkeit gute Rumänischkenntnisse erfordert, mit denen wir zur Zeit noch nicht glänzen können. Der fröhliche Friedhof ist überall in den Touristenführern erwähnt und stellt eine der größeren Attraktionen der Gegend dar. Er ist schonmal auffällig gestaltet: die Grabkreuze strahlen in fröhlichem Blau mit Weiß und haben geschnitzte und angemalte Bilder der Verstorbenen. Darunter sind kurze Geschichten oder Abschiedsworte der Verstorbenen eingeritzt, die meist humorvoll sind und durchaus offenherzig von den unangenehmen Seiten in ihrem Leben plaudern. So finden sich ihnen unsympathische Verwandte schnell mal hier erwähnt. Berühmt ist das Grab der Frau, über die sich die noch lebendige Schwiegertochter beklagt und sagt, wenn deren Leben noch eine Woche länger gedauert hätte, sie, die Schwiegertochter, jetzt an ihrer Stelle hier läge. Ein schöner Ort, aber es war schon relativ kühl, und so waren wir froh, nach einer halben Stunde wieder im warmen Auto zu sitzen.






Herbstspaziergang
Es wird schon merklich kühl und herbstlich. Nach einer Schlechtwetterperiode hatten wir am heutigen Sonntag den 1. November nochmal ein strahlendes Herbstwetter, und machten uns auf nach Șuior ins Skigebiet, wo wir mit dem Sessellift nach oben fuhren und dort die schon leicht mit Rau bedeckten Skipisten hinauf- und hinunter kletterten. Dann aßen wir noch einmal im Restaurant. Die Abfahrt mit dem Sessellift war etwas Besonderes, denn es war schon dunkel geworden, und so fuhr man warm in die Jacke eingemummelt bei Sternenhimmel durch die nächtliche Stille, die nur gelegentlich durch das Gejohle der rumänischen Jugendlichen unterbrochen wurde, die die Fahrt offensichtlich auch genossen und das als Partyerlebnis auffassten. Trotzdem ein tolles Erlebnis! Leider haben wir nur ein paar Handybilder von dem Ausflug.



Schulpost
Hier finden wir eine Stilblüte an rumänischer Schulpost. Allerdings muss man ehrlich sagen, dass es sich um eine Google-Übersetzung handelt, also die Sprache ist eher der mangelhaften Maschinenübersetzung geschuldet, als dem wirklichen rumänischen Original. Aber allein das Thema ist schon ganz großartig.
ALLGEMEINE RICHTUNG
An die County School Inspectorate / School Inspectorate der Gemeinde B .Nora
In der Aufmerksamkeit von Herrn Inspector General School Colin das Ministerium für Nationale Verteidigung organisiert im Jahr 2020 in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung und Forschung die 11. Ausgabe des Projekts zum Tag der rumänischen Armee, das die Notwendigkeit erfüllt, die junge Generation zu kennen Teilen Sie Werte wie Patriotismus, Liebe zu Mitmenschen und zum Land durch interaktive Aktivitäten, um die Talente und Anliegen der Schüler zu fördern und auf ihre Neugier gegenüber der Militärinstitution zu reagieren.
Der aktuelle Kontext, der durch das SARS-COVZ-Virus erzeugt wird, erlaubt nicht die Entwicklung dieses Projekts in dem Format, das in den vorherigen acht Ausgaben festgelegt wurde, in denen die Soldaten der rumänischen Armee Schulen und Gymnasien in Rumänien besuchten, um das Ereignis mit Schülern zu feiern.
So hat die rumänische Armee für dieses Jahr eine Videoaufnahme der rumänischen Hymne vorbereitet, die von den Soldaten der 30. Wachbrigade "Mihai Viteazul" aufgeführt wird, und die Videopräsentation "Wir sind die rumänische Armee", die Soldaten aller Kategorien für die junge Generation in die Öffentlichkeit bringt Streitkräfte, Veteranen von Operationssälen, Militärschüler und Studenten in Bereichen wie IT, Militärmedizin, Leistungssportler usw. In Anbetracht der besonderen Bedingungen der Kurse während dieses Zeitraums informieren Sie bitte das Management der Bildungseinheiten über die Möglichkeit der Verwendung der oben genannten Materialien, die unter https://www.armataromanieî.ro/pages/view/186, verfügbar sind.
bis zum Nationalfeiertag Rumäniens (1. Dezember 2020), um Informationen über die rumänische Armee und die Werte des rumänischen Erbes zu fördern. Wir wissen, dass die Entwicklung des Projekts in diesem Jahr bringen wird
Vorteile für die Teilnehmer, auch in Bezug auf die Anleitung der Schüler.
Vielen Dank!
CEO
Corina MARIN
21. November: Der erste Schnee! (auf einem Berg bei Baia Mare)





Online Unterricht in Rumänien
Seit Mitte Oktober bis zu den Weihnachtsferien (und man munkelt, auch noch weiter bis Ostern) gibt es durch einen Lockdown nur noch Online Unterricht in Rumänien. Wir haben uns schon daran gewöhnt und genießen die Vorzüge: späteres Aufstehen und keine Wege. Und man kann sich zwischendurch mal einen Tee machen…
Unsere Kinder gehen auch bereits souverän damit um. Gusti weiß dem Abenteuer immer seine eigene besondere Note zu geben:




Weihnachten in Baia Mare
Eher unfreiwillig haben wir unser Weihnachten coronabedingt hier in Rumänien verbracht, weil immer noch ohne Quarantäne oder negativem Test kein Durchkommen nach Deutschland ist. Da wir fast alle unsere Weihnachtsdeko in Veen gelassen hatten, haben wir uns kurzerhand eine neue Krippe gebastelt und alles in allem ein recht stimmungsvolles Weihnachten erlebt. Geschenke und Care-Pakete aus dem Westen gab es reichlich, vielen Dank an alle dafür!


Besuch in Turda
In den Weihnachtsferien besuchten wir (gesponsert von einem Feriengutschein für Lehrer auf Staatskosten) die Stadt Turda in der Nähe von Cluj-Napoca / Klausenburg. Dort gibt es einiges zu sehen. Obwohl wir 3 Tage da waren, konnten wir uns nur ein paar wenige Sehenswürdigkeiten ansehen.
So sah das gemütliche Restaurant unseres Hotels Sarea n’Bucate aus:


Am ersten Tag fuhren wir zur Turda Schlucht, ein paar Kilometer außerhalb. Sie ist sehr imposant. Man läuft eine tiefe Schlucht zwischen zwei steilen Felswänden hindurch und muss immer wieder über Brücken die Seite wechseln. Der blaue Himmel komplettierte das romantische Erlebnis:









Besuch in der Salzmine von Turda
Diese Salzmine gibt es schon seite dem 12. JH n.Chr. Sie wurde 1935 wegen der großen Konkurrenz geschlossen und bis zum Umbau in ein Touristen-Erlebnispark 1992 als Käse Lagerstätte gebraucht. Sie besteht aus 4 imposant großen Riesenkegeln unter der Erde, die jeder so groß sind wie ein Dom. Zwei davon sind für Besucher offen. Die originalen Konstruktionspläne sind auf deutsch verfasst und in den Gängen ausgestellt (ich habe ein Foto davon zuhause).









Hier gibt es auch ein kleines Video davon:
Wir sind auch noch zur Instrumentenbau Fabrik nach Reghin gefahren (ca 1,5 h Fahrt), leider hatten die aber um den Jahreswechsel herum zu, weshalb wir leider umsonst dort waren. Wir hätten gern Geigen, Celli, Gitarren und Lauten, Panflöten, Dulcimer, Cembalos und Psalter besichtigt und bei Gelegenheit vielleicht auch was gekauft. Diese Instrumentenbau Fabrik scheint eine der größten in Europa zu sein. Seite: https://www.hora.ro
Deutsch ist schwer!
Die Schüler der Babes-Schule, die im bilingualen Programm „Deutsch als Mutterspache“ schuften, haben es nicht leicht mit unserer Dichter- und Denkersprache. Manchmal werden auch sicherlich die Dienste von Google Translate in Anspruch genommen, um schwere Dinge zu sagen. Das führt gelegentlich zu lustigen Stilblüten, wie der folgenden Beschreibung einer Panflöte (rum. „Nai“)
Neues Lied mit Kolja: „Nu ma uita“ (Remember me)
Wir haben ein Lied auf Rumänisch aufgenommen! Eine kleine Premiere. Das kam so:
Wir haben die DVD des Disney Musicals „Coco“ (über einen kleinen spanischen Jungen, der über die Gitarre und einen Ausflug ins Totenreich die Wahrheit über seine familiären Wurzeln wiederentdeckt) gesehen. Ein Lied fiel mir gleich auf. Es heißt „Remember me“. Da wir die DVD nur auf englisch und rumänisch haben und also auf rumänisch gesehen haben, fiel mir auf, dass die rumänische Version tatsächlich schöner gesungen ist und besser klingt als die original englische. Ich habe mir das Lied auf Gitarre draufgeschafft, und schließlich Kolja dazu überreden können, sie mit mir aufzunehmen. Hier könnt ihr das Ergebnis hören:
Der Online Unterricht geht weiter!
Wir dachten eigentlich, wir würden nach den Semesterferien Anfang Februar wieder in die Schule gehen. Nix da! Es geht vorläufig weiter Online, bis auf den Gusti, der jetzt erstmals wieder volles Programm in der Schule hat. Er muss wieder jeden Morgen zur Schule gebracht werden, während wir immer noch vor dem Computer hocken.
Schöne Winterbilder








Liebe Freunde
ich war in der letzten Zeit etwas faul und habe nicht viel gepostet, obwohl wir durchaus wieder einige Eindrücke gab. Zum Beispiel unsere legendäre „Winter-Wonderland-Fahrt“, bei der wir zum erstmal unsere mitgebrachten Schneeketten anlegen mussten, denn wir wären fast in einen Graben gerutscht. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass das Anlegen von Schneeketten nichts für Blöde ist. Uns hat ein netter Rumäne geholfen, der uns auf der gleichen Straße an einer abschüssigen Stelle entgegen gerutscht kam, und auch fast in den Graben gefahren ist. Es war so glatt, dass wir selbst auch im Stehen umgefallen sind. Mit Schneeketten fuhr es allerdings ganz gut, und im Folgenden haben wir einen kurzen Film von der Stelle, bei der wir das Ende der einsamen Bergstraße erreicht haben, und auch wieder wenden mussten. Auch das Bild vom eingefallenen Bauernhäuschen ist von der Fahrt. Später haben wir uns für die Hilfe bei einem ganz anderen Menschen revanchiert, der auch ohne Schneeketten daherkam und in den Graben gefahren ist. Davon haben wir aber auch keine Bilder. Wir haben ihn mit einigem Aufwand mit unseren Schneeketten wieder rausgezogen.



Auch bei uns ist jetzt so langsam der Frühling eingekehrt. Die Ersten Frühlingsknospen sind schon zu sehen. Es ist aber immer noch relativ kalt und das Wetter ist meist nicht so schön. Sobald es wieder was zu knipsen gibt, melden wir uns.
Besuch in Deutsch-Weißkirch (Viscri) im April
Nach einer Weile der Abwesenheit melden wir uns mit einigen schönen Eindrücken von zwei Touren zurück. Anfang April waren wir mit meiner Cousine Dagmar auf Suche nach den Vorfahren der Meschendörfer Familie. Sie soll ja vermutlich im 17. Jh von Meschendorf (bei Schäßburg) nach Birthälm gezogen sein, und dort ihren Namen erhalten haben. Wir haben also die alten Kirchenbücher durchgeschaut, die heute im Teutsch-Haus (www.teutsch.ro) verwahrt werden. Dort haben wir einige „Dietrichs“) gefunden (das ist der Name, den die Familie nach unserem Wissen vorher getragen hat), aber leider nur aus der Zeit, als „unser “ Zweig der Familie vermutlich bereits in Birthälm war, nämlich ab 1650.
Im Teutschhaus habe ich aber noch ein Buch über Birthälm gefunden, einen Wälzer von rund 780 S. in altdeutscher Druckschrift, den ich nachher mühsam durchgeschaut habe. Einige Meschendörfers wurden zwischen 1600 und 1750 auch erwähnt, leider aber nicht ausführlich beschrieben. Wir wissen also nicht, wo die Verbindung zu dem uns frühestens bekannten Michael Meschendörfer liegt, der nach Aufzeichnungen in Birthälm geboren, aber schon in Kronstadt gestorben ist. Eine Anfrage im KirchenArchiv in Mediasch ergab enttäuschenderweise keine Ergebnisse, wobei die Vermutung naheliegt, dass nicht besonders gründlich recherchiert worden ist.
Den Rest der Tour haben wir in Viscri / Deutsch-Weißkirch verbracht, und dort bei „Mama Gerda“ ein paar tolle Stunden verbracht. Einige Eindrücke wollen wir in einem kurzen Film und einigen Bildern mit euch teilen
Deutsch-Weißkirch

















Zuhause habe ich unseren Grillplatz, der oben gebröckelt hat, am oberen Teil neu gemauert und eine neue Betonwanne gesetzt. Es steckt noch das Brett drin, mit dem ich einen Belüftungskanal gesetzt habe, er ist aber inzwischen rausgebrannt. Man sieht, dass die obersten 3 Reihen neu gemauert sind. Das Ergebnis sieht schön aus:

Weitere Bilder von Ausflügen und aus unserem Haus:





Tagesausflug nach Chiuzbaia
Einen weiteren sehr schönen Ausflug haben wir ganz in der Nähe nach Chiuzbaia gemacht, das sind nur ein paar Kilometer in die Berge. Dort gibt es ein schönes Kloster, was wir schon im Winter besucht haben. Aber auch die Frühlingslandschaft ums Dorf herum kann sich sehen lassen!









Nicht nur ich, sondern auch Birgit, ist hier in Rumänien sehr kreativ gewesen und hat einige sehr schöne Dinge gemacht:


Nach einer längeren Pause will ich wieder einmal ein paar Sachen posten, um euch einige schöne Dinge zu zeigen, die wir hier erlebt haben. Bevor wir in den Sommerferien für einige zeit wieder zuhause in Deutschland waren, haben Tanja und Jörn uns hier in Baia Mare besucht, und wir haben einiges Sehenswerte angesehen.
Zunächst waren wir wieder am „Gutai-pass“ an einem Gipfel, der (in Anlehnung an seine Form) „Cocoșului“ = Hahnenkamm genannt wird, und den man auf einem Bild im Hintergrund erkennen kann.




dann waren wir wieder in der Bukowina, genauer gesagt im Hotel „Alpina Blazna“ im Naturschutzgebiet „Rodnei-Gebirge“, nahe dem kleinen Örtchen „Sanț“. Zum Hotel führt eine abenteuerliche Schotterstraße über ca 10km in engen Serpentinen den steilen Berg hoch. Man mag nicht glauben, dass am Ende dort eine zivilisierte Unterkunft steht, dem ist aber so.






Eine besondere Attraktion waren die Dakischen Bäder, in denen man bis spät abends im angewärmten Wasser draußen unter dem Abendhimmel setzen konnte. Das war schonmal sehr gut. Eine schöne Wanderung haben wir auch gemacht, man sieht den Rundblick über die Berge.
Auf dem Rückweg fuhren wir an einem der berühmten orthodoxen Klöster vorbei („Barsana“). Die berühmtesten und ältesten stehen in der Bukowina, wir haben uns aber hier schon auf der Seite der Maramureș aufgehalten, und dieses ist genau genommen viel jünger, aber es sieht sehr spektakulär aus.







Danach waren wir drei Tage Reiten im Reithotel „Casa Pascu“ in Budești bei Baia Mare, einem zauberhaften Anwesen, ganz süß mit verteilten Hüttchen und einem Restaurant im Garten und auf Brückchen über einen kleinen Bach direkt am Haupthaus. das ganze versteckt in der Nähe einer Landstraße. Einfach schön!





Leider gibt es vom Reiten keine Bilder von uns. Aber einen schönen Sonnenuntergang.

Bis auf eine größere Magenverstimmung, die fast alle von uns nachher befallen hat, war es eine super Zeit, und Jörn und Tanja sind glaube ich ganz zufrieden nachhause gefahren.
Ein „must-go“ in der Gegend von Kronstadt, wo wir wieder im September zu einem Seminar waren, ist natürlich die Kirchenburg von Honigberg / Harman. Ein paar Eindrücke von dort:





Liebe Freunde! Es ist Herbst geworden, ein wenig früher als in Deutschland, wenn ich richtig gesehen habe. Mittlerweile ist die Herbstpracht schon fast wieder vorbei. Aber wir haben in den gerade vergangenen Herbstferien ein paar wunderbare Fotos schießen können.
Zuerst ein paar Eindrücke aus dem Șuoir Skigebiet. Dort waren wir auf der „Cota1000„, das sind 3 Herbergshütten auf 1000 Meter höhe, am oberen Ende des ersten Skilifts, schöne Blockhäuser. Das Wetter war wunderbar:







Eine Traumhafte Aussicht, und sehr gemütlich und kuschelig warm. Da oben auf dem Berg gab es ja eigentlich nicht viel, aber ein Restaurant hatten wir doch nebenan, in dem man ganz passabel essen konnte.
Birgit hatte sich einen Reit-Nachmittag in Budești gewünscht, und so kamen wir wieder in diese schöne Gegend. Weiter oben gibt es schon Sommerbilder von da. Jetzt der Herbst zum Vergleich:


Auf dem Reiterhof gab es genügend Katzen zum Schmusen, sogar für Kolja und Gusti. Sogar Birgit hat noch eine abbekommen. Ich habe derweil schöne Bilder gemacht:





Wir waren im Westen Rumäniens im sogenannten „Apușeni Gebirge„. Dort schliefen wir in einer von Frauen geführten Herberge so ungefähr am Ende der Welt, so kam es uns jedenfalls vor. Dort haben wir ein Unternehmen besucht, das „Ciubars“ baut, das sind so eine Art Jacuzzi aus Holz. Sehr urig. Wir haben aber dann doch ein Ciubar eines anderen Unternehmens genommen. Es waren tolle Eindrücke von dort.




Dann waren wir in Reghin, der rumänischen Geigenbauerstadt, und haben uns dort ein schönes Cello gekauft. davon haben wir jetzt keine Bilder. Auf dem Rückweg war der Wunsch nach Baden seitens der Kinder so groß, dass wir kurzerhand noch eine Nacht im Alpina Blazna Hotel im Rodnei Gebirge gebucht haben. Da waren wir im Juni mit Tanja und Jörn gewesen. Dort konnten die Kinder nach Herzenslust baden, und wir hatten tolles Wetter.




Nicht schlecht für 3 Tage Reisen durch Rumänien, finden wir.
Nach einiger Pause melden wir uns zurück mit einigen Schneebildern aus dem Januar. Es schneit fast jeden Tag jetzt, und der Schnee bleibt auch liegen. Wir haben eine wunderschöne Zeit hier!







Update: Es steht bereits fest, dass wir im Sommer wieder zurück nach Deutschland gehen. Wir haben das im Spätherbst zusammen entschieden
Seit Oktober haben wir eine neue Rumänischlehrerin, eine Schülerin aus der 11. klasse am Eminescu: Bianca Onea, die offensichtlich gut bei den Kindern ankommt


Weiterhin haben wir fröhliche Kinder, die jede Gelegenheit zu Spaß machen und Verkleiden nutzen.











Die Dörfer sehen malerisch im Schnee aus:






Anfang Dezember waren wir in Kronstadt bei Steffen Schlandt. Wir haben dort im Gottesdienst gespielt und mit Steffen uns seiner Familie einen schönen Spaziergang gemacht, von dem es noch einige nette Bilder gibt. Die Kinder haben sich auf Anhieb verstanden, und es war eine schöne Zeit.






Birgit ist weiterhin sehr kreativ, näht, filzt und bäckt Brot und Brötchen. Davon profitieren wir alle mit schönen Sachen, und Birgit ist auch sehr zufrieden. Sogar die Kinder helfen gelegentlich mit





Skifahren in Cavnic
Wir waren in Rumänien nur einmal 2 Tager lang in cavnic Ski fahren. obwohl nur 20 Auto-Minuten von uns entfernt 2 Skigebiete sind: Cavnic und Suior. Es is eine traumhafte Fahrt in der Winterlandschaft nach Cavnic. Ddavon ein etwa 8-minütiges Video, und anschließend ein kleiner Eindruck von unseren Skikünsten.
Das Schneeabenteuer
Diese Seite wäre unvollständig ohne unser größtes Abenteuer am 29.Januar 2022 im tiefsten Winter in Rumänien.
Wir machten uns an diesm schömen Samstag richtung Firiza auf, um den hohen Schnee und das schöne Wetter zu genießen.
Der Firiza-See war zugefroren, sodass wir darauf laufen konnten. Die Sonne schien und die Laune war bestens.






Sogar eine kleine Schneeballschlacht haben wir gemacht. Der Schnee lag sicher 30 cm hoch und man hatte eine herrliche Sicht auf das Umland des Sees. Es war früher Nachmittag.
Wir wollten mehr, und fuhren auf dem Weg weiter Richtung Norden an einem Fluss entlang. Das Haus unten ist eines der malerischen alten Bauernhäuser in Firiza.




Ab einer Stelle, hinter dem netten Fisch-Restaurant „Lostrița“ hört irgendwann die asphaltierte Straße auf, und es geht auf einer Schotterstraße neben schönen Ferienhäusern in die Berge hinein. Der Weg war geräumt, aber nicht gestreut. Wir hatten unsere Schneeketten im Kofferraum und wollten noch weiter fahren. Es ging durch immer dichteren Wald, und nach kurzer Zeit gab es keine Häuser mehr. Wir fuhren aber sicher noch 7-8 km weiter, denn es war traumhaft schön. Die Kinder hörten irgendwelche Hörspiele, Birgit filmte die schöne Landschaft mit der Kamera und ich fuhr (und rutschte bisweilen ein bischen). Die Landschaft war ein einziges „Winter-Wonderland“. Langsam wurde es dunkler.




Es kam wie es kommen musste: Auf der engen Straße blieben wir irgendwann in einer Furche stecken, und kamen auch nicht mehr raus. Auf dem Bild sieht man noch Versuche mit Zweigen das Auto herauszubekommen. Die Schneeketten ließen sich gar nicht mehr anziehen, denn Schneeketten kann man nicht anziehen wenn man schon feststeckt. Das hatten wir vergessen. Außerdem waren sie rostig, und überhaupt sehr schlecht verabeitet und ruhen nun in der Mülltonne. Guter Rat teuer: Sollen wir zusammen hier bleiben? Sollen wir die Kinder im Auto lassen und zurücklaufen? Oder mit allen? Wir entschieden uns zu letzterem, was rückblickend die beste Entscheidung war, aber keineswegs eindeutig. Denn in Rumänien gibt es noch Wölfe und Bären, die im Winter ziemlich hungrig sind. So stapften wir durch die sich schnell verdunkelnde Dämmerung den ganzen langen Weg zurück. Wir mussten leise sein um keine Tiere anzulocken und ich nahm einen Ast als Bewaffnung (der mir aber wenig genutzt hätte, wären wir wirklich einem Wolf begegnet). Es wurde richtig dunkel, und keine Handyverbindung weit und breit. Der Weg durch den dunklen Wald mit unseren Kindern wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. An einer Stelle haben sich irgendwelche jungen Menschen in einer Hütte mit einem Licht und Musik bequem gemacht, aber wir sahen sie nur von weitem und fanden den Weg dorthin nicht. Überall lag hoher Schnee. Wir stapften weiter auf der dunklen Straße. Die Kinder waren bald ziemlich erschöpft
Nach ca 1,5 Stunden hörten und sahen wir dann plötzlich ein Auto durch die Dunkelheit fahren, das wir duch Winken angehalten haben. Ein Taxi. Nirgends ein Haus weit und breit. Wir hielten es an, darin ein junger Mann und seine Mimi. Sie stimmten zu uns zu helfen, und wollten gegen unseren Rat weiter zu unserem Auto fahren, aber bald rutschte das überladene Auto (auch ohne Schneeketten unterwegs) soviel herum, dass er auch einsah, dass Weiterfahren keinen Sinn hatte. Drehen ging leider aufgrund der engen Straße dort nirgends, und so fuhren wir ca 10 Min rückwärts zurück Richtung Zivilisation. Irgendwann kam uns ein weiteres Auto von hinten entgegen. Was auch die dort oben wollten, keine Ahnung. Eine Familie mit zwei kleinen Kindern. Wir hielten sie an, da das Auto ein dicker SUV war. Sie wollten uns aber nicht helfen und sagten uns, wir sollen bei Lostrița übernachten, und morgen weitersehen. An dieser Stelle konnte unser Taxi aber wenden, und so kamen wir wenig später tatsächlich bei Lostrița an und bedankten uns für die Mitnahme. Offensichtlich war es unserm Taxifahrer auch genug für heute, und sie fuhren Richtung Baia Mare zurück. Die Kinder und Birgit konnten sich nach überstandenem Abenteuer ein schönes Abendessen genehmigen, und der Besitzer stimmte zu, mit mir zu unserem Auto zu fahren und es herauszuziehen. Ich wartete in seinem 4WD-Jeep (mit geladenem Jagdgewehr), bis er mit noch einem Mann, sowie seinem ca 14 Jährigen Sohn zurückkam, der sich (zu Trainingszwecken) hinter das Steuer setzte, und, vom Vater geführt, uns in der Dunkelheit Richtung Wildnis fuhr.
Wenigstens etwas Englisch konnten die Männer, sodass ich mich mit ihnen unterhalten konnte. Nach ca der Hälfte der Strecke kam uns eine Familie zu Fuß durch die Dunkelheit entgegen. Wer war das? Natürlich diejenigen, die uns nicht helfen wollten. Sie waren beim Wenden mit ihrem SUV ebenfalls stecken geblieben und liefen durch die Dunkelheit zurück. Sie kamen natürlich ebenfalls mit, teilweise im Kofferraum, und so fuhren wir weiter. Der querliegende SUV wurde als erstes mit der Seilwinde aus dem Schnee gezogen. Danach musste man noch um ihn herumfahren (bei so hohem Schnee gar nicht so einfach!), und die fuhren zufrieden wieder Richtung Heimat. Und so kamen wir schließlich zu unserem Opel. Auch der wurde mit der Seilwinde herausgezogen, erst musten wir wieder beide einige Minuten rückwärts fahren, dann wurde ich an einer geeigneten Stelle in einem komplizierten Manöver gedreht und dann kamen wir schließlich nach 22.00 Uhr erleichtert wieder bei Lostrița an. Ich bedankte mich überschwänglich, ich bekam auch noch eine schöne gebratene Forelle, und wir fuhren endlich nach Hause.
Einige Tage später habe ich dem Besitzer einen Geschenk Korb überreicht.
Wir haben seitdem keine größere Erkundungstour mehr gemacht. Wir warten lieber, bis die Wölfe sich satt gegessen haben.

Besuch in Temeswar und Alba Iulia
Nun wurde es Frühling, und eine Passangelegenheit brachte uns wieder nach Temeswar, die westlich gelegene Hauptstadt der Banater Region. Hier haben wir einen sehr schönen Stadt-Spaziergang gemacht und einen Kollegen mit seiner Frau besucht, mit denen wir uns angefreundet haben. Auf der Rückreise haben wir noch die Krönungsstadt Alba Iulia Besucht und uns die Festung und das Krönungsmuseum angeschaut.







Hier geht es in Alba Iulia weiter, der Stadt, in der nach dem 1. WK um 1922 das Königspaar mit Ferdinand I und seiner Frau Maria gekrönt wurde

















Besuch in der Colonia Pictorilor
das ist eine Künstler-Kolonie, die seit über hundert Jahren in Baia Mare zuhause ist. Seit 5 Jahren ist ihr heruntergekommenes Haus vür mehrere Millionen saniert und modernisiert worden, und die zahlreichen Pavillions bieten einigen Künstlern Platz zum Arbeiten und Galleriemöglichkeiten. Man kann das Areal besuchen. Wir waren am 15. Mai 2022 dort und haben einige Impressionen von den teils originellen Bildern und Skulpturen bekommen. In einem der Häuser war außerdem einen Ausstellung der Abschlussarbeiten des lokalen Kunstlyzeums zu sehen, wo wir von einer der betroffenen Schüler geführt wurden. Nicht alles werden wir hier wiedergeben, aber ein paar interessante Bilder möchte ich doch zeigen.










Rezepte für Placinta – Ein Übersetzungsabenteuer
Die Übersetzungsappes sind schon manchmal selbst köstlich: Hier ein paar Einleitungstexte zu verschiedenen Placinta Rezepten:
- Placinta cu varza dulce: „Süßer Kohlkuchen“ – das Rezept zum Spinnen mit Häuserblättern, gestreckt, gut, um die Zeitung durch sie zu lesen. Es ist ein köstlicher Kuchen, und der Teig ist so gut und funktioniert damit, es ist mein Favorit!
- Placinta crocodil cu mere si scortisoara: „Krokodilkuchen mit Äpfeln und Zimt: eine Art Apfelkuchen aus Sauerteig, etwas anders dekoriert, so dass es nach dem Geschmack von Kindern und mehr ist“: Heute habe ich beschlossen, meine Kinder mit einem köstlichen Apfel-Zimt-Kuchen zu genießen. Und damit die Freude noch größer wird, wird es kein einfacher gegossener Kuchen sein, sondern ein Krokodil. Es ist ein Kuchen mit Sauerteig (weich, aromatisiert) und vielen Äpfeln.
Der Abi Ball am Eminescu
Gegen Ende meiner Zeit an den rumänischen Schulen hatte ich noch Gelegenheit an einem Abi-Ball teilzunehmen, das in einer gewöhnungsbedürftigen Umgebung stattfand und schier ohrenbetäubend laut war, mich aber vor allem wegen der fröhlich tanzenden Menge doch beeindruckt hat. Die Musik war ein Mix aus scheußlichem Rap/Manele, aber unvermittelt gemischt mit rumänischer Tanzmusik (teilweise mit dem typischen Mega-Beat aufgepeppt), zu dem Jung und Alt gemeinsam tanzten. Besonders die Hora (auf dem Video der 3. Abschnitt) ist nett, und ziemlich einfach zu tanzen, was auch den anwesenden jungen Herren eine rege Partizipation ermöglichte. Viel Spaß mit dem Video!
Der letzte Urlaub vor der Rückreise
Nach Ende der Schulzeit ging es langsam an die Rückreisevorbereitungen. Wir fuhren jedoch nicht bevor wir einen letzten schönen Urlaub in Kronstadt mit ein paar bezaubernden Ausflügen machten. Am Haus habe ich, während Birgit sich kreativ und lesend beschäftigte, ein paar der arg ausgewaschenen Fensterläden gestrichen. Eine ziemliche Arbeit war das. Aber sie sind ganz gut geworden.


Aber erst waren wir in Deutsch-Weißkirch und haben dort in einem schönen Haus des Prince-Charles-Trust gewohnt, wenn auch nicht ganz billig… aber schön.




Wir haben bei unserem letzten Besuch schon ein paar Bilder des Dorfes gezeigt. Hier noch ein paar zusätzliche Impressionen:






Wir haben wieder einen Pferdewagen gemietet und sind zu einer Schafsmelkstelle in den Hügeln gefahren. Dort leben die Hirten in großer Einsamkeit bei ihren Tieren, teilweise ohne Strom und fließend Wasser, nur in Hütten. Eine große Idylle, aber auch recht primitiv und ärmlich.






Die Bilder auf das Dorf sind teilweise bei einer schönen Wanderung zur ehemaligen Ziegelbrennerei gemacht worden, die wir noch aus der Dokumentation „Wunderschön“ vom ZDF her kannten. Da haben wir auch noch schnell ein paar Modellfotos von der Birgit vor der schönen Landschaft gemacht:




Auch einen Abstecher ins benachbarte Meschendorf konnten wir uns nicht verkneifen, aber wir haben nur ein Bild der Eingangstafel gemacht. Dort haben wir eine interessante Begegnung mit einer Schweizer Aussteigerfamilie gemacht, die auf Dauerurlaub in Siebenbürgen herumfuhren, und offenbar von den Einkünften ihrer Online-Plattform leben können.

Und weiter ging es nach Kronstadt. Wir hatten vor diesmal unbedingt zur berühmten Transfagaraser Passstraße zu fahren, was wir ursprünglich mit Steffen Schlandt und seiner Familie zusammen machen wollten. Leider hatten sie diesmal keine Zeit für uns und so sind wir gleich zu Anfang alleine gefahren. Dort kann man (leider!) Braunbären an der Straße sehen, die sich durchaus auch auf die Passstraße trauen. Wir haben gleich mehrere Exemplare gesehen, auch Bärenfamilien. Zuerst haben wir aber in einer charmanten Privatpension übernachtet, wo es für Kolja eine nette Katze zum Streicheln gab. Es war wirklich sehr nett und günstig. Und die Frau und ihr Sohn halfen uns am nächsten morgen auch noch bei unserer Panne, die wir bei der Abfahrt auf ihrem engen Weg beim Anfahren eines Steines gehabt hatten. Von der schönen Auffahrt von Süden her haben wir leider nur sehr wenige Bilder. Aber die spektakuläre Aussicht von oben mit den Schneefeldern im Juni haben wir natürlich fotografiert:






Wir haben natürlich von allen diesen Zielen noch viel mehr Bilder, aber wir müssen stark auswählen, um unsere Leser nicht zu langweilen.
Ein weiteres Highlight war der Besuch des Bären-Reservates bei Zarnești . Es ist eine Art Bären-Altenheim für aufgefundene oder aus Gefangenschaft befreite Bären (und andere Tiere). Dort waren wir mit Dagmar zusammen. Drin durfte man aber nur gegen Bezahlung fotografieren, aber es gibt viele Bilder auf Internetseiten. In der Nähe ist auch das berühmte „Königstein“-Gebirge (Muntii Piatra Craiului). Dahinter gibt es die ehemalige Berghütte bei Plaiul Foii am Fuße des Berges, die aber heute touristisch weitgehend erschlossen und von vielen anderen Restaurants und Häusern umgeben ist. Zu Zeiten meiner Eltern war es aber noch eine einzelne Hütte, und ein Ausflugs-Geheimtip. Man hat von dort aus eine tolle Sicht auf den Königsstein. Leider waren bisher immer Wolken wenn wir am Berg waren. Dort haben wir vor einigen Jahren zusammen mit Freya and Dietrich auch unsere ersten Papanași (frittierte Krapfen mit Blaubeermarmelade in Sauerrahmsoße) gegessen.



Weil Rosenau (Râșnov) in der Nähe ist, haben wir dort noch die „Milchhöhle“ (Peștera Valea Cetații) besucht und anschließend an einem schönen See zu Mittag gegessen. Ein toller Tag! Leider waren nicht alle gleich begeistert…





Irgendwann geht aber jede Zeit mal zu Ende, und so fuhren wir wieder nach Baia Mare, nahmen von einigen lieben Menschn Abschied und machten uns endgültig auf die Heimreise. Vorher gab es noch ein paar Abschiedsbilder von uns. Auch von den Klassen und der Turngruppe haben wir einige Fotos.








Wir hatten zwei sehr schöne Jahre in Rumänien, an die wir uns ein Leben lang zurück erinnern werden!



Wenn es euch gefallen hat, freuen wir uns auf einen Kommentar von euch auf unserer Familienseite, oder auf ein schönes Gespräch, bei dem wir gerne noch mehr erzählen!

